Donnerstag, 20. April 2017

NEUE GEDANKEN

hallo i bims. das war 1 ganz schön lange pause hier.


okay, nein, ich kann das nicht. nicht mein soziolekt. tut mir sorry.
da bin ich. hallo internet. hallo welt. hallo die drei lieben, die das hier lesen.
wie ihr womöglich in den letzten tagen bereits auf facebook gesehen habt,
fange ich langsam wieder an mehr aus meinem leben zu berichten.

um jetzt mal ehrlich zu sein, habe ich mich im februar 2016 das letzte mal um diesen blog gekümmert.
im folgenden juni habe ich gepostet, dass sich streetacid im umbruch befindet
und seitdem stand diese kleine welt hier still.
ich wollte nicht mehr. mir fehlte die lust weiter zu machen. ich wollte etwas neues. wollte einen freien kopf.
das layout der seite nervte mich und tut es immer noch.
der inhalt der seite war mir zu belanglos geworden.
mir fehlten einfach ansporn und inspiration.

ich hatte im winter zuvor mein masterstudium begonnen.
habe jetzt viel um die ohren sowohl privat als auch "professionell" als auch mit ehrenamtlichen tätigkeiten.
"professionell" schreibe ich in gänsefüßchen, weil die abwesenheit dieser zeichen ein klein bisschen unwohlsein in mir auslöst.
wenig begründete angst vor der zukunft, druck den ich mir selbst auferlege, erwartungen, hoffnungen.
bad vibes auf die man verzichten kann, denn ich bin gerade eigentlich sehr gut in dem was ich mache und habe spaß dabei.
das masterstudium läuft; eine promotion steht in aussicht.
ich habe einen wundervollen partner und knutschsüßen hund; meinen freundeskreis finde ich fabulös; meine familie steht mir bei.
die arbeit mit queer play e.v. läuft langsam an; wir sind teil des queeren netzwerk heidelberg geworden und ich darf mit am runden tisch für sexuelle und geschlechtliche vielfalt sitzen.
in dunklen momenten sehe ich allerdings die stapel an büchern, die in den nächsten monaten auf mich warten und gefühlt nicht kleiner werden.
(dank meines talents sehr langsam zu lesen und schnell gedanklich abzudriften.)
die uhr tickt. die zeit läuft. aber eigentlich tut sie das so oder so. ob ich mir stress mache oder nicht.
selbst wenn ich nicht mehr existiere, läuft die zeit, tickt die tickende uhr.
alte metaphern.. in meinem haushalt tickt keine uhr mehr. tickende uhren rauben mir den letzten nerv.
wo tickende uhren waren sind jetzt meist digitale anzeigen. aber egal. mythenmetzsche abschweifungen.

die eigene erwartungshaltung produziert also das störbild.
na daran lässt sich doch arbeiten, denke ich mir.
einfach loslegen ist das schlagwort, denn nur wer etwas macht, kommt aus seinem eigenen trott.
schon zu weihnachten habe ich notizbücher mit hübschem einband geschenkt bekommen,
weil mir der jim jarmusch film "paterson" mit dem talentierten adam driver so gefiel, den wir in london im electric cinema gesehen hatten.
der film erzählt von einem busfahrer der eigentlich dichter ist beziehungsweise von einem lyriker der hauptberuflich busfahrer ist.
jedenfalls trägt er sein notizbuch immer bei sich und schreibt gedichte, wo auch immer ihn die muse küsst.
(seine englische bulldogge marvin, die im wahren leben nellie hieß, ist noch zu erwähnen.)
jedenfalls ging ich aus dem kino und sagte, ich will das auch. ich muss endlich wieder mit dem schreiben anfangen.
ich will gedichte schreiben, ich träume eigentlich davon ein buch zu schreiben.
"ja dann mach das doch" schlug es mir da entgegen und zu weihnachten gab es die notizbücher.
nun liegen sie da neben meinem schreibtisch und würden mich vorwurfsvoll anblicken, hätten sie augen, denn in ihnen steht noch nichts.
aber genau dies wird sich im kommen jahr ändern.
schritt für schritt bringe ich mich wieder zum schreiben, schildern und erzählen.

und zwar läuft das für streetacid jetzt ungefähr so:
wie auch schon zuvor gibt es auf instagram (@streetacid) und snapchat (real_streetacid) fotos und videos zu sehen.
das schaffe ich immer recht spontan und auf täglicher basis.
auf facebook (@streetacid) teile ich mit euch beiträge, die ich in den sozialen medien als reshareworthy erachte oder zu denen sich ein kommentar lohnt,
poste fotos, wenn ich unterwegs bin, und auch meine eigenen artikel, die in zukunft hier auf streetacid.com in erstmal unregelmäßigen abständen erscheinen werden.
vielleicht schaffe ich es irgendwann wirklich mal, die website in neuem design zu relaunchen,
und mein twitterprofil (@streetacid) zu betreuen,
aber man muss ja nicht alles auf einmal erwarten. schritt für schritt. immer besser.
so sollte mir das freude bereiten. und darum geht es mir hier.

zu guter letzt und wovon ich eigentlich berichten wollte:
schon im februar habe ich mich aufgerafft und in vorfreude auf das queer festival im mai
für das KALLE magazin des karlstorbahnhofs einen artikel über sprache und queere identität geschrieben.
die KALLE frühjahrsausgabe 2017 ist bereits verteilt und mein artikel wartet darauf von euch gelesen zu werden.



die spice girls sind reunited und streetacid ist zurück. mic drop.

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